Antje Majewski
„The Meteorite“ 2011

Antje Majewski, The Meteorite, 2011, HD, Farbe, Sound, 20:56 Min.

 

Die Videoarbeit The Meteorite ist Teil einer Reihe philosophischer Gespräche über „sprechende“ Objekte. Antje Majewski reist darin mit der Meteoritenforscherin Lu Ling in das chinesische Dorf Yang Wu Sha, das seit Jahrhunderten einen großen Meteoriten, den „Eisernen Ochsen“, aufbewahrt.

Die BewohnerInnen berichten der Künstlerin, dass der Meteorit während der Gründung des Dorfes entdeckt wurde. Die Prinzipien des Feng Shui verlangten nach Wasser, sodass das Dorf einen Fischteich anlegte. Dabei wurde beim Umgraben der Erde ein Meteorit gefunden. Die Dorfgemeinde beschloss daraufhin, das Gestein vor dem Ahnentempel zu platzieren. Für viele von Ihnen steht der Meteorit bis heute für Glück und Schutz vor bösen Kräften. Andere sehen in ihm jedoch vor allem eine Quelle des Unheils und meinen damit den Tagebau in den anliegenden Zink-Blei-Minen, die das Grundwasser allmählich verunreinigen. So steht das Dorf kurz vor einer Umsiedlung durch die Regierung.

Antje Majewski (*1968 in Marl) lebt und arbeitet in Berlin. Von 1986 bis 1992 studierte sie Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Köln, Florenz und Berlin. Majewski arbeitet mit Malerei, Video und Performance, oft in kollaborativen Kontexten. Ihren Arbeiten liegen anthropologische Fragestellungen zugrunde, die sie auf konkrete kulturelle und historische Situationen bezieht. Seit 1991 hatte sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a. in der Kestner Gesellschaft Hannover 2020, Gropius Bau, Berlin 2019, Hamburger Bahnhof, Berlin 2018, Centre for Contemporary Art, Tel Aviv 2016, Villa Romana, Florenz 2012 oder im Kunsthaus Graz, 2011.

Lockdownprogramm

Ab 3.2.: Omer Fast, The Invisible Hand, 2018

Ab 10.2.: Isabell Heimerdinger, Hana Ikebana, 2014

Ab 17.2.: Anri Sala, If and Only If, 2018

Ab 24.2.: Fischer & el Sani, Snow Division, 2010

Ab 3.3.: Antje Majewski, The Meteorite, 2011

Ab 10.3.: Erik Schmidt, Cut/Uncut, 2015

Ab 17.3.: Stefan Panhans, Freeroam À Rebours, Mod#I.1, 2016

Ab 24.3.: Julian Rosefeldt, Deep Gold, 2013/2014

Pressebeiträge

Deutschlandfunk Kultur, FAZIT, 6.2.21, Interview mit Olaf Stüber, Videoart at Midnight

rbb Inforadio, 12.2.21, Beitrag von Barbara Wiegand

rbb radioeins, Art Aber Fair, 17.2.21, Beitrag von Cora Knoblauch