KARIN SANDER
A bis Z

Mit A bis Z haben wir mit Karin Sander eine Ausstellung erarbeitet, die dezidiert auf die sanierte Situation des Hauses eingeht und zugleich eine radikale künstlerische Geste darstellt. Sander geht nicht nur auf den Ort als Ausstellungshaus ein, sondern auch auf die Geschichte als ehemaliges Wohnhaus. Ihr künstlerisches Interesse richtet sich auf die neu sanierten Räume des Hauses, die trotz ihrer Nutzung für die Kunst seit 1946 nur begrenzt zur neutralen Kunsthalle umfunktioniert wurden. Die Erinnerung an die ehemalige Wohnsituation bleibt bis heute bestehen.

Diese architektonische Besonderheit möchte Karin Sander im unberührten Zustand wirken lassen und thematisieren. Darüber hinaus hat sie Gebrauchsbilder aus ihrem Werk ausgewählt, die sie als Readymades in unterschiedlichen Größen an die Außenwände des Hauses montiert hat. So erhält der Außenbau eine temporäre architektonische Ordnung. Es sind neutral weiß grundierte Leinwände, die ungeschützt vor Wind und Wetter ihre Ausstellungssituation dokumentieren, indem sie die Spuren ihrer Verwitterung als Prozess bildlich sammeln. Im Inneren belässt die Künstlerin das Haus in seiner Ambiguität zwischen Wohnraum und weißer Zelle frei wie die Leinwände draußen zu Beginn des Prozesses. Von innen betrachtet, ragen einige Leinwände in die Aussicht der Fenster hinein. Alle Gebrauchsbilder, die an den Fassaden angebracht wurden, werden an gleicher Stelle innen mit den ursprünglichen Nutzungsbezeichnungen der Villenräume als Werke „beschriftet“. Der Verschiebung der Innen- und Außenperspektiven steht nur ein einziges Exponat gegenüber, das an zentraler Stelle im Gartensaal, dem ehemaligen Musikzimmer, platziert ist. Es ist ein aus den am 7. Dezember 2018 generierten 3D-Google-Earth-Daten 3D-gedrucktes Modell des Hauses selbst und seiner Umgebung.

Das die Ausstellung begleitende Buch bietet einen weiteren Kommentar zur Institution und innovative Antworten auf grundlegende Fragen der Kunst. Mit einer absurd kuratierten Werkauswahl, sortiert in der Logik einer alphabetischen Abfolge nach Werktiteln, macht es einen Vorschlag für eine mögliche Retrospektive der Künstlerin. Das Künstlerbuch erscheint auf Deutsch und Englisch im Verlag der Buchhandlung Walther König.

 

 

PRESSETEXT

 

 

 

PRESSEBILDER

Karin Sander – A bis Z, Installationsansicht Haus am Waldsee, 2019, Foto: Roman März

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Karin Sander – A bis Z, Installationsansicht Haus am Waldsee, 2019, Foto: Roman März

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Karin Sander – A bis Z, Installationsansicht Haus am Waldsee, 2019, Foto: Roman März

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KONTAKT

Sophie Michel
Presse und Kommunikation
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F: (030) 802 20 28