Bernhard Martin

Image Ballett

Bernhard Martin – Image Ballett

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

AUSSTELLUNG

05.05.–05.07.2020

Bernhard Martin (*1966) gehört zu den visuell vagabundierenden Malern der Gegenwart, die aus der Flut des Internets, der sozialen Medien, aber auch der Kunstgeschichte ihre Motive fischen, um sie spektakulär zu transformieren. Mit Leidenschaft greift der Maler Bilder auf, die Sehnsüchte, Ängste oder Ekel auslösen. Vermischt mit eigenen Visionen überführt er das vorgefundene Material auf der Leinwand zu Szenen, die sich allen herkömmlichen Regeln entziehen. Schaum wird geschlagen, Käse gesprochen und wenn die Fetzen fliegen, ist auch schon mal ein Auge oder ein Ohr dabei. Alles ist möglich, alles ist denkbar, nichts ist ausgeschlossen in einer furiosen Bildwelt, die Bernhard Martin seit den 1990er Jahren zwischen Apokalypse und Heiligenbild auf höchstem Niveau radikal erschafft.

Image Ballett stellt den ersten Überblick des international agierenden Künstlers in Berlin dar. Nach Stationen in Kassel, Barcelona, Nizza und London lebt Martin seit  Jahren an der Spree. Zur Ausstellung entsteht ein neuer Bilder-Zyklus zum Thema Influencer, Pressekonferenzen, Fake News und Sprache. Hintergründe dazu entwickelt der Münchner Philosoph und Autor Björn Vedder im Katalog. Außerdem entlockt der Verleger und Autor Florian Illies im Interview provokante Kommentare des Künstlers zur Malerei. 

Der Katalog zur Ausstellung ist erschienen. 

Gespräch zwischen Bernhard Martin und Bazon Brock

Künstlergespräch mit Bernhard Martin und Katja Blomberg

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Foto: Roman März

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Foto: Roman März

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Foto: Roman März

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Foto: Roman März

Bernhard Martin – Image Ballett, Installationsansicht, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Pressestimmen

„Ein Verführer, ein Gaukler, der mit der Illusion spielt – und dabei unsere Realität entlarvt.“ Gabriela Walde, tip Berlin

„Man sieht, wie [Bernhard Martin] ständig versucht, ganz andere Bilder, ganz neue Zusammenstellungen zu schaffen […] und so klopft er im Grunde ständig sein Repertoire ab, ob da nicht noch irgendwo ein unentdeckter Hohlraum ist.“ Silke Hennig, rbb Kultur

„Schönes gibt es bei ihm nur zusammen mit Abgründigem, seine Motive wirken wie überzuckerte Fieberträume. Wer daraus aufwacht, der begreift, dass Martin sein Publikum verführt, um es zu tieferer Einsicht zu bringen.“ Christiane Meixner, Der Tagesspiegel

„Wer sich destabilisiert fühlt, die Gegenwart als chaotisch erlebt und sich Bodenlosigkeit und Fake News ausgesetzt sieht, ist bei Martin richtig. Seine Gemälde bieten eine Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie Eindrücke der Bodenlosigkeit entstehen.“ Johanna Di Blasi, Berliner Morgenpost

„Martin ist kein Endzeitprophet und auch kein Moralist. Er ist ein brillanter Maler, der mit Formen, Farben, Narrativen spielt.“ Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung

„Mit seiner Fähigkeit, Technisches zu malen und Psychologisches darzustellen – etwa das Allein- oder Zusammensein von Menschen –, entsteht eine Bildwelt, die sich auf die unsere bezieht, eine Welt des Scheins und der Blendung, ein Potpourri von Oberflächen, Fakes und Vexierbildern.“ Peter Funken, die tageszeitung

„Die Bilderwelten inspirierten [Bernhard Martin] jedenfalls zu einem neuen Surrealismus, einem regelrechten Fantasmus. Man kann manche seiner Werke kitschig nennen – aber er spitzt nur zu, was er so vorfindet.“ Ulrike Knöfel, Der Spiegel

 

Die Ausstellung wird gefördert durch:

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