Konstantin Grcic

New Normals

Konstantin Grcic

Konstantin Grcic, New Normals (Detail), 2021, Foto: Florian Böhm

AUSSTELLUNG

21.1. – 8.5.2022

In unserem Alltag finden sich häufig Objekte und Rituale, die ganz selbstverständlich wirken, aber noch vor kurzer Zeit kaum lesbar gewesen wären: Ein Smartphone auf einem Schreibtisch erscheint uns heute kaum bemerkenswert, für Betrachter*innen aus der Vergangenheit stellt dieser flache Gegenstand jedoch ein unerklärbares Rätsel dar. So werden unsere jeweils neuen Realitäten immer wieder auch von Objekten und den daran geknüpften Verhaltensweisen verändert und unser Leben wandelt sich durch ihre Nutzung und ihr Alltäglichwerden ständig.

Für die Ausstellung schafft der Industriedesigner Konstantin Grcic Environments, in denen er von ihm gestaltete Objekte mit Materialien und alltäglichen Gegenständen unserer Gegenwart interagieren lässt. Diese sogenannten „New Normals“ verweisen auf eine Zukunft, in der andere Konstellationen von Zusammenleben und -arbeiten ausprobiert werden und konfrontieren die Betrachtenden mit ihren eigenen Vorstellungen von utopischen und dystopischen Zukünften.

Seit mittlerweile über dreißig Schaffensjahren designt Konstantin Grcic (*1965, München) komplexe, bisweilen radikale Lösungen für Objekte des alltäglichen Gebrauchs. Bekanntheit erlangte Grcic ab den 1990er Jahren mit industriell gefertigten Objekten: Es entstanden unter anderem Stühle, Tische, Kleiderständer, Papierkörbe. Die mobile Leuchte Mayday (1999) und Chair One (2004), ein Stuhl bestehend aus einer aus Aluminium gegossenen Gitterstruktur auf einem Betonfuß, avancierten zu weltberühmten Klassikern des Designs.

 

Kuratiert von: Ludwig Engel, Anna Himmelsbach und Konstantin Grcic

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König, mit einem Interview der beiden Kurator*innen und Konstantin Grcic, mit Fotografien von Florian Böhm.