Ammar al-Beik
ONE TO FREE
Ammar al-Beik

Ammar al-Beik, Light Harvest, 1997, Film, 3 min

AUSSTELLUNG

9.03.2019 – 5.05.2019

Wie kaum ein anderer syrischer Künstler seiner Generation steht der 1972 in Damaskus geborene, vielfach ausgezeichnete Filmemacher und Fotograf Ammar al-Beik für den experimentellen Film seines Landes. Seine Arbeiten waren seit den frühen 2000er Jahren auf internationalen Filmfestivals unter anderem in Venedig und Berlin zu sehen, sie wurden aber auch in Museen in New York, Paris, Seoul und Tokyo gezeigt. Al-Beik kam 2014 über Beirut und Dubai nach Berlin, wo er heute lebt und arbeitet. ONE TO FREE eröffnet einen ersten Überblick über sein Schaffen in einer deutschen Kunstinstitution.

Inhaltlich spannt sich der Bogen der ausgestellten Arbeiten von der Suche nach einer neuen, syrischen Identität, über die Aufstände der Opposition in Damaskus, bis in die unmittelbare Gegenwart, in der der Filmemacher sein Leben im Berliner Exil reflektiert.

Poetisch und hochpolitisch, persönlich und mit hellwachem Blick portraitiert Ammar al-Beik seine Umgebung. Aus einer zutiefst humanen Haltung heraus macht er Persönlichkeiten des kulturellen Lebens ebenso zu Protagonisten seiner Arbeiten, wie übersehene Schicksale, die im Hintergrund ihr Lebenswerk der Allgemeinheit gewidmet haben.

Anlässlich der Ausstellung erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König ein Ausstellungskatalog auf Deutsch und Englisch.­

 

 

 

Lynn Chadwick
Biester der Zeit
Lynn Chadwick

Beast Alerted I, 1990, Courtesy of the Estate of Lynn Chadwick and Blain|Southern, Foto: Jonty Wilde

AUSSTELLUNG
18.05.2019 – 25.08.2019

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Georg Kolbe Museum

Die erste Retrospektive des britischen Bildhauers Lynn Chadwick (1914 – 2003) in Deutschland versammelt rund 60 plastische Werke, zahlreiche Zeichnungen und Grafiken, sowie umfassendes Archivmaterial und zeigt die beeindruckende Werkentwicklung des für die britische Nachkriegsmoderne wegweisenden Künstlers von den frühen 1950er-Jahren bis zum Ende der 1990er-Jahre. Westlich von London erwarb Chadwick in den 1950er-Jahren ein verfallenes, mittelalterliches Schloss mit großen Ländereien, Lypiatt Park. Dort entwickelte er bis zu seinem Tod ein expressives, kreatürliches Werk, das sich sowohl konstruktiv-architektonischen Ansätzen verdankt, als auch aus der intensiven Reflexion der Natur hervorgegangen ist. Im Georg Kolbe Museum wird ein Überblick über das künstlerische Schaffen des Bildhauers gezeigt und seine wichtigsten Motive in größeren Gruppen vom spielerischen Werkmodell bis zur komplexen skulptural-architektonischen Form in der vollendeten Plastik vorgestellt. Im Haus am Waldsee wird Chadwicks Spätwerk mit dem seiner beiden Berliner Bildhauerkollegen Hans Uhlmann (1900-1975) und Katja Strunz (geb. 1970) in Beziehung gesetzt. Die Außenräume beider Häuser werden großformatige Werke von Lynn Chadwick eindrucksvoll zur Geltung bringen.  

Ein begleitender Katalog stellt darüber hinaus die erste umfassende Publikation zum Gesamtwerk von Lynn Chadwick im deutschsprachigen Raum dar.

Ausstellung und Katalog werden durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie sowie von den Freundeskreisen beider Häuser und private Spenden finanziert.

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