Into Space

Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo

Trailer Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo 

AUSSTELLUNG

BIS 20.12.2020 GESCHLOSSEN.
18.10.2020 – 14.02.2021

Pressestimmen

„Der Blick wird auf gleichzeitig größere, ja galaktische Zusammenhänge gelenkt. Und zugleich dringt er mikroskopisch auf die Teilchenebene vor. So wird klargemacht, dass das, was wir sehen, lediglich unsere[n] Bildausschnitten, dem begrenzten Frequenzbereich des sichtbaren Lichts geschuldet ist. Weit stoßen die drei Bildhauer*innen dabei die Tore zu philosophischen, technischen und ethischen Diskursen auf, ‚Into Space‘ eben.“ Tom Mustroph, die tageszeitung

„Wissenschaft – ein zentrales Thema der Ausstellung – wirkt in Pandemiezeiten mehr denn je in die Gesellschaft hinein.“ Jens Hinrichsen, Der Tagesspiegel 

„Im Haus am Waldsee trifft Kunst auf Naturwissenschaft. Die Begegnung wird zum faszinierenden Spektakel über ein großes, aktuelles und endloses Thema der Physik: Zeit, Raum, Energie, Materie.“ Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung

„Der Weltraum hat Menschen schon immer fasziniert, und so haben sich auch Kunstschaffende schon immer mit ihm auseinandergesetzt. Die Ausstellung „Into Space“ im Haus am Waldsee bringt Wissenschaft, Kunst und Philosophie zusammen.“ Michaela Gericke, rbb Kultur

„Das Haus am Waldsee öffnet sich mit ‚Into Space‘ für die Unendlichkeit von Zeit und Raum.“ Ina Hildebrandt, tip Berlin 

 

„Into Space“ thematisiert die Sehnsucht des Menschen nach dem Weltraum, nach Schwerelosigkeit, fernen Galaxien und dem Glauben an bisher unfassbare Energien außerhalb unserer Wahrnehmung. Drei BildhauerInnen reflektieren in der Ausstellung im Haus am Waldsee über ein Jahrhundert hinweg und von Berlin aus Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Nach der Ausstellung „Lynn Chadwick, Hans Uhlmann, Katja Strunz“, die 2019 im Haus am Waldsee dem Thema „Falte“ nachgingen, nehmen jetzt Björn Dahlem (*1974), Berta Fischer (*1973) und Naum Gabo (1890 – 1977) ein künstlerisches Gespräch über Raum und Zeit auf.

Für Naum Gabo war Kunst bereits Anfang der 1920er Jahre ein Mittel zur Erkenntnis über die Physik unseres Planeten. Der nach Berlin emigrierte russisch-jüdische Künstler suchte fortwährend nach neuen Materialien und Ausdrucksmöglichkeiten. Nicht um des Neuen willen, sondern „um für den neuen Ausblick auf die Welt meiner Umgebung und für die neuen Einblicke in die Kräfte des Lebens und der Natur in mir Ausdruck zu finden.“ Seine außergewöhnlichen Konstruktionen aus transparenten Kunststoffen wurden als Science Fiction wahrgenommen.

Berta Fischer arbeitet heute vornehmlich mit Acrylglas. Ihr geht es wesentlich um die Choreographie des Lichtes, der Transparenz, Farbe und Bewegung im Raum. Scheinbar jenseits der Gravitation verleihen ihre oft hängenden Plastiken dem Ungeordneten und Unvorhersehbaren Präsenz. Ihre für die Ausstellung entstandenen Installationen gehen sowohl mit den Arbeiten von Björn Dahlem als auch mit Naum Gabo einen engen Dialog ein.

Björn Dahlems Auseinandersetzung mit Raum und Zeit basiert auf Theorien der Philosophie, Astro- und Teilchenphysik bis hin zu jüngsten Erkenntnissen der Quantenmechanik. Dafür nutzt er Holzlatten, Fundstücke, Leuchtstoffröhren, Glühbirnen und Draht. Bewusst agiert Dahlem vor dem Hintergrund von Einsichten, Zweifeln und auch der Möglichkeit des Scheiterns der Wissenschaften.

 

Kuratiert von: Katja Blomberg

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Matilda Felix und Katja Blomberg in Deutsch und Englisch im Verlag Walther König. Hardcover, 64 Seiten, 24 Euro.

Björn Dahlem, Mond, 2018, Holz, Aluminium, Stahl, Spiegel, Glühbirnen, Durchmesser ca. 130 cm, Courtesy Privatsammlung

Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Björn Dahlem, Saturn, 2013, Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Björn Dahlem, Sonnenstaat, 2020, Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Berta Fischer, Untitled, 2005, PVC-Folie, Lichterkette, 240 x 140 x 65 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin; Galerie Karin Günther, Hamburg; James Fuentes Gallery, New York, Foto: Martin Kolb

Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Berta Fischer, Nirix, 2020, Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Björn Dahlem, Mond, 2018, Holz, Aluminium, Stahl, Spiegel, Glühbirnen, Durchmesser ca. 130 cm, Courtesy Privatsammlung

Björn Dahlem, Saturn, 2013, Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Berta Fischer, Untitled, 2005, PVC-Folie, Lichterkette, 240 x 140 x 65 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin; Galerie Karin Günther, Hamburg; James Fuentes Gallery, New York, Foto: Martin Kolb

Berta Fischer, Nirix, 2020, Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Björn Dahlem, Sonnenstaat, 2020, Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

Installationsansicht Into Space – Björn Dahlem, Berta Fischer, Naum Gabo, Haus am Waldsee, 2020, Foto: Roman März

 

Die Ausstellung wird gefördert durch: 

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