JOHANNA DIEHL
IN DEN FALTEN DAS EIGENTLICHE

„Wer einmal den Fächer der Erinnerung aufzuklappen begonnen hat, der findet immer neue Glieder, […] kein Bild genügt ihm, denn er hat erkannt: es ließe sich entfalten, in den Falten erst sitzt das eigentliche […].“ (aus: Walter Benjamin, Das Passagen-Werk)

Ende November 2019 eröffnet das Haus am Waldsee eine erste Einzelausstellung mit der in Berlin lebenden und international vielfach ausgezeichneten Fotokünstlerin Johanna Diehl (*1977). Frei nach Walter Benjamin entwickelt sie ihre Arbeit aus dem Gedanken heraus, dass das Eigentliche der Geschichte in den Falten der Erinnerung steckt. Diehl spürt das Verborgene im jüngeren Gedächtnis Europas auf. Sie findet zu überzeugenden Bildern und überraschenden Präsentationsformen. 

In früheren, groß angelegten Serien ging es der Künstlerin um die Erkundung architektonischer Zeugnisse wie Synagogen, die halb zerstört zu Sporthallen, Kinos und Fabriken umgewidmet, in Osteuropa von vergangenen geopolitischen Konflikten erzählen. Dabei stand die Frage nach der Identität eines heutigen Europa sowie nach der Überschreibung von Geschichte, die in Räumen lesbar wird, im Vordergrund.

In jüngeren Serien rücken biografische Bezüge in den Vordergrund. Besonders beschäftigt Diehl, die über mehrere Generationen bis heute nachwirkenden Traumata des Zweiten Weltkriegs, die sie anhand kultureller Archive der BRD-Nachkriegszeit bearbeitet. Für die Ausstellung im Haus am Waldsee entstehen neue fotografische Serien und Filmarbeiten, die sich aus Archiven der eigenen Familie speisen.

Kuratiert von: Katja Blomberg und Johanna Diehl. 

Katalog in Deutsch und Englisch mit einem Beitrag von Annette Tietenberg. Verlag der Buchhandlung Walther König.

 

 

PRESSETEXT

 

 

 

PRESSEBILDER

 

Johanna Diehl,  MARS, 2019, Filmstill/Making of, Video, Projektion, Farbe, Sound, Dauer: 15 min, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.8 MB)

Johanna Diehl, OBJEKT I (Kostümteil aus der Inszenierung „Hänsel und Gretel“ von Johann Kresnik. Raum/Kostüm: Penelope Wehrli. Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin. Uraufführung: 24.11.1995), aus der Serie Dead Dad Wild Country, Fine Art Print, 67 x 54 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.5 MB)

Johanna Diehl, MAGAZIN A.W.D. 05-21 (1966), 2019, aus der Serie Dead Dad Wild Country, Fine Art Print, 41 x 30 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.9 MB)

Johanna Diehl, Haus D. (Kassel) III, 2017, C-Print, gerahmt, 102 x 127 cm, 3 + 1 AP, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.7 MB)

Johanna Diehl, Documenta Ensembles I (Kopf), 2017, C-Print, gerahmt, 38 x 48 cm, 3 + 1 AP, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.5 MB)

Johanna Diehl,  MARS, 2019, Filmstill/Making of, Video, Projektion, Farbe, Sound, Dauer: 15 min, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.8 MB)

Johanna Diehl, MAGAZIN A.W.D. 05-21 (1966), 2019, aus der Serie Dead Dad Wild Country, Fine Art Print, 41 x 30 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.9 MB)

Johanna Diehl, Documenta Ensembles I (Kopf), 2017, C-Print, gerahmt, 38 x 48 cm, 3 + 1 AP, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.5 MB)

Johanna Diehl, OBJEKT I (Kostümteil aus der Inszenierung „Hänsel und Gretel“ von Johann Kresnik. Raum/Kostüm: Penelope Wehrli. Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin. Uraufführung: 24.11.1995), aus der Serie Dead Dad Wild Country, Fine Art Print, 67 x 54 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.5 MB)

Johanna Diehl, Haus D. (Kassel) III, 2017, C-Print, gerahmt, 102 x 127 cm, 3 + 1 AP, Courtesy die Künstlerin und Galerie Wilma Tolksdorf Frankfurt/Berlin

Download (1.7 MB)

 

Bitte beachten Sie, dass diese Abbildungen urheberrechtlich geschützt sind und ausschließlich zur aktuellen Berichterstattung im Rahmen der Ausstellung unter der Nennung der Credits verwendet werden dürfen. Weiterhin gilt zu beachten, dass die Abbildungen nicht verändert oder manipuliert werden dürfen. 

 

 

KONTAKT

Erik Günther
Presse und Kommunikation
e.guenther@hausamwaldsee.de
T: (030) 801 89 35
F: (030) 802 20 28