Ausstellung
Wo ich wohne

Haus am Waldsee, 1978 © Archiv Haus am Waldsee

Wo ich wohne

14.6. – 27.9.2026

Wo ich wohne blickt anhand der 1922 für den jüdischen Textilfabrikanten Herrmann Knobloch errichteten Villa, in der nur wenige Wochen nach dem Ende des 2. Weltkriegs das Haus am Waldsee seine Anfänge nahm, auf die Geschichte der Institution. Die Sprache des Gebäudes, in dem sowohl Opfer als auch Täter*innen des Nationalsozialismus lebten, wird dabei nicht nur als Rahmen, sondern als Material begriffen. Gegen, mit und aus dem heraus legen die Werke der Ausstellung Spannungen zwischen dem Privaten und dem Politischen offen. Die gewaltvollen Ereignisse und gesellschaftlichen Kämpfe des vergangenen Jahrhunderts hallen in der Architektur, dem Grundstück, seiner Verortung und seiner Nutzung nach. Sie erzählen von einem Versuch bürgerlicher Abgrenzung, der an einer vermeintlichen Normalität festhält, selbst dann, wenn vor den Fenstern alles ins Wanken gerät. 


Die internationale Gruppenausstellung entfaltet sich entlang einer raumgreifenden Arbeit von Richard Venlet und bringt historische und neue Werke von Atiéna R. Kilfa, Nigin Beck, Robert Haas, Charlotte von Mahlsdorf, Renée Sintenis und weiteren zusammen.


Kuratiert von

Anna Gritz, Pia-Marie Remmers



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