
Villa Knobloch, heute Haus am Waldsee, Grundriss 1923
Wo ich wohne
14.6. – 27.9.2026
Wo ich wohne ist eine internationale Gruppenausstellung, die anlässlich des 80. Jubiläums des Haus am Waldsee – eine der ältesten Institutionen für zeitgenössische Kunst in Berlin – stattfindet. Das Gebäude wurde 1922 als Wohnhaus erbaut und wird seit 1946 als Ausstellungsraum genutzt. Die Ausstellung blickt anhand des Gebäudes, seiner ehemaligen Bewohner*innen und der eigenen Ausstellungschronik auf die Geschichte und die historischen Verflechtungen dieses Ortes zurück.
Entlang einer raumgreifenden Arbeit des Künstlers Richard Venlet bringt Wo ich wohne historische ebenso wie neue künstlerische Arbeiten von Nigin Beck, Rhea Dillon, Robert Haas, Hannah Höch, Patrick Jolly & Reynold Reynolds, Alexandre Khondji, Atiéna R. Kilfa, Henry Koerner, Yoora Park, Oskar Schlemmer, Renée Sintenis, Ian Waelder und Frau von Zinowiew zusammen. Manche der gezeigten Werke waren schon in den frühen Jahren der Institution hier zu sehen und kehren nun nach Jahrzehnten zurück. Andere wiederum spüren den Brüchen und Kontinuitäten nach, die dem Haus bis heute eingeschrieben sind. Spuren und Zitate aus der Nutzung des Hauses als Ausstellungs- wie als Wohnort beschwören fragmentarisch vergangene Atmosphären herauf.
Kuratiert von
Anna Gritz, Pia-Marie Remmers
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Trailer Wo ich wohne
Pressestimmen
„80 Jahre Ausstellungshaus haben die Geschichte überdeckt. Die Wände sind weiß, die Möbel in alle Winde verstreut. Der künstlich angelegte See, der das Haus von Anbeginn als besonders privilegiert auszeichnete, ist noch da. Vor dem Haus bricht eine ländliche Idylle mit Kirschbaum und Wiese die Exklusivität, drinnen bricht zeitgenössische Kunst alte Geschichten auf.“ (Utta Raifer, Berliner Morgenpost, 15.7.2026)
„[Den Kuratorinnen] gelingt eine kritische Introspektive auf die Brüche und Kontinuitäten des Hauses, in dem die Kunst nicht Beiwerk ist, sondern im Mittelpunkt steht: Sie kommentiert die Geschichte, ohne ihren Widersprüchen auszuweichen.“ (Asta von Mandelsloh, der Freitag, 23.7.2026)
„Doch statt historischer Dokumente erwartet die Besucher:innen Kunst aus verschiedenen Epochen, die sich mit den Funktionen des Wohnens befasst.“ (Johannes Wendland, tip Berlin, 7/2026)
„Diese komplexe Geschichte zu erzählen, haben sich Museumsdirektorin Anna Gritz und Kuratorin Pia-Marie Remmers für die Jubiläumsschau vorgenommen. Das Ergebnis ist angenehm unpädagogisch, überaus sinnlich und berührt mit seinem klugen Konzept, das nahezu alle Aspekte in den Fokus nimmt, ohne sie zu überladen.“ (Christiane Meixner, Der Tagesspiegel, 11.8.2026
„‚Wo ich wohne‘ erzählt mit jedem Zentimeter Geschichte, entlang der Chronik mit historischen Fotos, Keramiken, Skulpturen, Bildern, alles mit der zeitlichen Verbindung zum Ort.“ (Ingeborg Ruthe, Berliner Morgenpost, 15.8.2026)
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