Thomas Rentmeister

In den Arbeiten des 1964 in Reken/Westfalen geborenen Bildhauers werden Objekte und Materialien des Alltags so zusammengebracht, wie sie sich im übrigen Leben selten begegnen: Bratpfannen und minimalistische Säulenschäfte, Zuckerberge und Eikaufswagen, Tischdecken und Tampons, Papiertaschentücher und Bücherborde.
Voll ironischer Witz konfrontiert Thomas Rentmeister den Betrachter mit dessen eigener Lebenswirklichkeit als Konsument. Inhaltlich übt er mit subtilem Humor Kunstktritik. Auf der formalen Ebene lotet Rentmeister Grenzen der Bildhauerei neu aus und bewegt sich dabei im Spannungsfeld bildhauerischer Traditionen des 20. Jahrhunderts: zwischen Konstruktivismus und Minimal, Pop und Konzept. (…)
Er argumentiert in seinen Arbeiten stets auf emotionaler, materieller und intellektueller Ebene zugleich. Mit Humor setzt er auf Gegensätze und Überraschungen und bleibt dabei selbst als Person auf Distanz. Individuelle Erfahrung überlässt er dem Betrachter, der hier, im Sinne Donald Judds, die zufällige sinnliche Wirklichkeit der Kunst als einzig verlässliche Wirklichkeit erleben darf.