Videokunstprogramm:
Julian Rosefeldt „Deep Gold“ 2013/14

Julian Rosefeldt „Deep Gold“ 2013/14

Julian Rosefeldt, Deep Gold, 2013/2014, 1-Kanal-Film, s/w, HD, Ton, 18:12 Min., Filmstill

Deep Gold ist Teil einer filmischen Anthologie, die das Künstler-Duo M+M 2013 initiiert hat. Sechs KünstlerInnen oder Künstlerkollektive waren aufgefordert, über Luis Buñuels bahnbrechenden Film L’Âge d’Or (1930) zu arbeiten. Ausgehend von den Original-Episoden hat auch Julian Rosefeldt an diesem Projekt teilgenommen und eine Sequenz in Schwarz-Weiß beigesteuert.

Deep Gold erinnert an eine groteske Version des ‚Goldenen Zeitalters‘. Er fungiert als fiktiver Einschub in Buñuels Originalfilm, in dem die beiden Protagonisten, gespielt von Lya Lys und Gaston Modot, versuchen, ihre Lust aufeinander zu erfüllen, dabei aber immer wieder durch verschiedene Hindernisse getrennt oder gestört werden.

Julian Rosefeldt (*1965 in München) ist bekannt für seine visuell opulenten und minutiös choreografierten Filmkunstwerke, die meist als komplexe Multi-Screen-Installationen präsentiert werden. Inspiriert von der Geschichte des Films, der Kunst und der Populärkultur nutzt Rosefeldt vertraute filmische Motive, um die Betrachtenden in surreale, theatrale Welten zu entführen. Seit 2011 hat er eine Professur für digitale und zeitbasierte Medien an der Akademie der Bildenden Künste, München. Julian Rosefeldt lebt und arbeitet in Berlin.

Seine Arbeiten werden international in Museen und auf Filmfestivals gezeigt. Jüngste umfassende Einzelausstellungen fanden in der Nikolaj Kunsthal, Kopenhagen (2017) und im HOW Art Museum, Shanghai (2017) statt. Seine weithin bekannte Filminstallation Manifesto (2015) wurde in zahlreichen Einzelausstellungen weltweit präsentiert, u.a. im Museum MACAN, Jakarta (2020), im Musée d’art contemporain Montréal, Montréal (2018), in der Nationalgalerie Prag, Prag (2017), im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin (2016) und im ACMI – Australian Centre for the Moving Image, Melbourne (2015).

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