Thomas Florschuetz

An der Entwicklung der Fotografie zu einer eigenständigen Kunstform der Gegenwart nahm Thomas Florschuetz in den 80er Jahren von Ostberlin aus Teil. Rasch sicherte er sich als Autodidakt einen festen Platz im internationalen Geschehen. Heute gehört der 1957 in Zwickau geborene Künstler zu den bedeutendsten Vertretern einer deutschen Fotoszene, die international Furore macht.
Obwohl der eiserne Vorhang offiziell noch verschlossen war, wurden für den Künstler westdeutsche Kontakte bald maßgeblich. Als seine Bilder immer häufiger in Kunstmagazinen abgedruckt wurden, fanden sie bald ein großes Echo jenseits der Mauer. Die Qualität der Werke überzeugten einen Kreis von maßgeblich am Kunstbetrieb Beteiligten. In nur drei Jahren hatte Florschuetz in Ost und West wichtige Meinungsmacher und Entscheidungsträger der Fotokunst für sich eingenommen. Als er von seiner ersten Reise in den Westen 1987, zu einer Preisverleihung nach Frankfurt zurückkehrte, hatte er bereits eine Einladung nach Amerika zum Houston Foto Fest ’88 in der Tasche. Diesen Aufenthalt nutzte Floerschuetz, um einige Monate in New York zu bleiben und die DDR für immer zu verlassen.
In Houston, Boston und New York erwarben die Museen of Fine Arts sowie das MoMA, in dieser ersten Phase der Freiheit, gleich mehrere Arbeiten, was sein internationales Ansehen entscheidend beeinflusste.