Marcel van Eeden

Seit Anfang der 1990er Jahre beschäftigt sich Marcel van Eeden mit dem Gedanken der eigenen Abwesenheit. Die Frage, wie die Welt ohne uns und damit nach unserem Tod aussieht, beantwortet er, indem er das nach hinten gesicherte Terrain der Vergangenheit belebt. Konsequent verbindet der Künstler die eigene Abwesenheit mit den Zeiten vor seiner Geburt. Mit viel Sinn für das Absurde, Kriminalistische und Zufällige in der Welt, belebt van Eeden eine versunkene Gegenwart, die ebenso gut unsere wie auch eine zukünftige sein könnte. Die umfangreichen Bildsequenzen verweben reale Biografien verstorbener Personen mit fiktiven Situationen, die sich aus zufälligen Text- und Bildcollagen ergeben. Es entstehen absurde Kommunikationsebenen, die die Möglichkeit des So-oder-ganz-anders unserer konstruierten Lebensläufe hervorheben.